WordPress vs. TYPO3: Welches CMS für Ihr Unternehmen?
Beide CMS dominieren den deutschen Markt — aber für sehr unterschiedliche Use Cases. Wir vergleichen aus Sicht einer Agentur, die beide Systeme einsetzt.
Unsere Empfehlung
Kurz: WordPress dominiert für KMU, Blogs, kleine bis mittlere Websites mit Standardanforderungen. Riesiges Plugin-Ökosystem, niedrige Einstiegshürde. TYPO3 ist die Enterprise-Wahl für Konzerne, öffentliche Verwaltungen, Hochschulen mit komplexen Berechtigungsstrukturen, Mehrsprachigkeit über viele Sprachen und Compliance-Bedarf.
WordPress vs. TYPO3 im Detail
| Kriterium | WordPress | TYPO3 |
|---|---|---|
| Markt-Position | Marktführer global | Stark in DACH, Enterprise-fokussiert |
| Lizenz | Open Source GPL | Open Source GPL |
| Lernkurve | Niedrig | Steil |
| Plugin-Ökosystem | 60.000+ | 5.000+ (TYPO3 Extensions) |
| Mehrsprachigkeit | Über Plugin (WPML, Polylang) | Nativ und stark |
| Berechtigungssystem | Einfach (5 Standard-Rollen) | Sehr granular |
| Skalierung | Bis hoher Last möglich | Enterprise-skalierbar |
| Wartungsaufwand | Häufige Updates nötig | LTS-Releases (3 Jahre Support) |
| Hosting-Kosten | Sehr niedrig | Mittel bis hoch |
Stärken & Schwächen im Vergleich
WordPress
Stärken
- Riesiges Plugin- und Themes-Ökosystem
- Niedrige Einstiegshürde, viele Entwickler verfügbar
- Gute SEO-Plugins (Yoast, RankMath)
- Schnelle Time-to-Launch
- Sehr kostengünstig im Setup und Hosting
Schwächen
- Häufige Updates und Sicherheits-Patches nötig
- Plugin-Wildwuchs kann Probleme verursachen
- Mehrsprachigkeit nur über Plugins, teils umständlich
- Berechtigungssystem schwach für komplexe Organisationen
TYPO3
Stärken
- Native Mehrsprachigkeit ohne Plugins
- Sehr granulares Berechtigungssystem
- LTS-Releases mit 3 Jahren Support
- Skalierbar bis Enterprise-Last
- Strenger Code-Standard, weniger Wildwuchs
Schwächen
- Steile Lernkurve für Redakteure
- Hoher Setup- und Wartungsaufwand
- Weniger Entwickler verfügbar
- Hosting teurer (höhere Server-Anforderungen)
Tiefenvergleich nach Themen
Wann WordPress?
Für 90 Prozent aller KMU-Websites die richtige Wahl. Klassischer Anwendungsfall: Mittelständler mit 10-50 Seiten, deutscher Inhalt, optional englische Variante, normale Bildergalerie, Blog. Setup-Kosten 850 bis 4.500 Euro, Wartung ab 39 Euro/Monat.
Wann TYPO3?
Wenn Sie mindestens drei der folgenden Punkte erfüllen: mehr als 3 Sprachversionen, über 200 Seiten, mehrere Redaktions-Teams mit unterschiedlichen Rechten, Compliance-Anforderungen (BITV, WCAG 2.1 AA), Enterprise-Hosting-Anforderungen. Setup-Kosten ab 12.000 Euro, Wartung ab 290 Euro/Monat.
Migrations-Optionen
Migration von TYPO3 zu WordPress ist häufig — wir setzen das regelmäßig um, wenn Komplexität nicht mehr nötig ist. Migration von WordPress zu TYPO3 ist selten, aber möglich. Aufwand 8.000 bis 30.000 Euro je nach Größe.
Häufige Fragen zu WordPress vs. TYPO3
Können wir später wechseln?
Ja, Migrationen sind möglich. Inhalte lassen sich exportieren und importieren. Aufwand je nach Site-Größe.
Welches CMS empfehlen Sie für KMU?
WordPress in fast allen Fällen. TYPO3 nur wenn Sie wirklich Enterprise-Features brauchen — sonst Overkill.
Ist TYPO3 sicherer als WordPress?
Tendenziell ja, durch strengere Code-Standards. Beide Systeme sind aber sicher, wenn sie gepflegt werden.
Was kostet TYPO3?
Lizenz kostenlos (Open Source). Setup ab 12.000 Euro, Wartung ab 290 €/Monat — Enterprise-Setups gehen in den 6-stelligen Bereich.
Welches CMS ist SEO-stärker?
WordPress mit Yoast oder RankMath ist out-of-the-box SEO-stark. TYPO3 ist auch SEO-fähig, braucht aber mehr Konfigurationsaufwand.
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