Mailchimp vs. Brevo: Newsletter-Tool 2026

Welches E-Mail-Marketing-Tool passt für Ihr Unternehmen? Kosten, Funktionen, DSGVO und Skalierbarkeit im direkten Vergleich.

Unsere Empfehlung

Kurz: Mailchimp ist der Marktführer mit dem ausgereiftesten Marketing-Automation-Setup, aber teuer und nicht DSGVO-souverän (USA-Server). Brevo (vorher Sendinblue) ist die deutsche/europäische Alternative — DSGVO-konform, deutlich günstiger, mit modernem Feature-Set inkl. Transactional-Mail, SMS und WhatsApp-Marketing.

Mailchimp vs. Brevo im Detail

KriteriumMailchimpBrevo
Standort USA (Atlanta) Europa (Frankreich)
DSGVO Konform, aber USA-Datenverarbeitung Voll DSGVO-konform, EU-Standort
Kostenmodell Pro Kontakt + Plan Pro Mail (nicht pro Kontakt)
Kostenloser Plan 500 Kontakte, 1.000 Mails/Monat Unbegrenzte Kontakte, 300 Mails/Tag
Einsteiger-Plan Essentials ab 13 USD/Monat (500 Kontakte) Starter ab 7 €/Monat (5.000 Mails)
Marketing-Automation Sehr ausgereift Stark, etwas weniger Templates
Transactional Mail Mandrill (Zusatz-Service) Nativ integriert
SMS & WhatsApp Nicht integriert Nativ integriert
CRM-Light Nicht integriert Nativ integriert
Shopify/WooCommerce Native Anbindung Native Anbindung

Stärken & Schwächen im Vergleich

Mailchimp

Stärken

  • Marktführer mit größtem App-Ökosystem
  • Beste Marketing-Automation-Templates
  • Stärkste Reporting-Tools
  • Beste Designer-Editor-UX

Schwächen

  • USA-Server, DSGVO-Bedenken
  • Teuer ab 5.000 Kontakten aufwärts
  • Pricing-Modell pro Kontakt benachteiligt B2B-Listen
  • Transactional Mail über Mandrill (Extra-Kosten)

Brevo

Stärken

  • EU-Standort, voll DSGVO-konform
  • Günstigeres Modell für große Kontaktbestände
  • Transactional, SMS und WhatsApp integriert
  • CRM-Light inklusive
  • Faire Pricing-Skalierung

Schwächen

  • Weniger Drittanbieter-Apps als Mailchimp
  • Editor etwas weniger ausgereift
  • Marketing-Automation-Templates etwas dünner

Tiefenvergleich nach Themen

Wann lohnt sich der Wechsel?

Sobald Sie über 5.000 Kontakte haben oder Mailchimp Standard für mehr als 30 USD/Monat zahlen — Brevo ist meistens günstiger bei besserem DSGVO-Setup. Für reine DTC-Brands mit Shopify und unter 2.000 Kontakten kann Mailchimp sich noch lohnen.

Migration: was ist zu beachten?

Wir migrieren Mailchimp zu Brevo regelmäßig. Aufwand: 4-12 Stunden je nach Komplexität. Wichtig: Tags-Mapping, Automation-Workflows neu aufbauen (kein direkter Import möglich), Templates nachbauen oder umstellen, Double-Opt-in-Logs migrieren wo möglich.

DSGVO im Detail

Mailchimp ist offiziell DSGVO-konform via Standardvertragsklauseln, hostet aber in den USA. Nach dem EuGH-Urteil zu Schrems II ist das rechtlich heikel — viele Datenschutz-Behörden empfehlen explizit europäische Alternativen. Brevo ist hier sauberer.

Häufige Fragen zu Mailchimp vs. Brevo

Können wir unsere Mailchimp-Listen einfach übertragen?

Ja, CSV-Export von Mailchimp und Import bei Brevo. Tags und Custom-Fields übernehmen wir manuell. Double-Opt-in muss in einigen Fällen erneut bestätigt werden.

Sind die Mails bei Brevo zustellbar?

Ja, Brevo hat sehr gute Zustellraten. Bei großen Bestandslisten empfehlen wir initial einen Warmup-Prozess über 2-4 Wochen.

Was kostet Brevo für 10.000 Kontakte?

Im Starter-Plan unbegrenzte Kontakte mit 20.000 Mails/Monat für 19 €/Monat. Vergleichbar bei Mailchimp: ~75 USD/Monat im Essentials-Plan.

Bietet Brevo auch Landingpages an?

Ja, im Business-Plan inklusive. Auch A/B-Tests, Heatmaps und Marketing-Automation-Workflows.

Welches Tool empfehlen Sie für deutsche Mittelständler?

Brevo. DSGVO sauberer, günstiger, ausreichend ausgereift. Mailchimp nur wenn Sie spezifische Mailchimp-Apps brauchen oder bereits stark investiert sind.

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