Was kostet eine Website 2026? Ehrliche Preisübersicht

15.09.2026 Christopher Schütz Webdesign 9 Min Lesezeit
Was kostet eine Website 2026? Ehrliche Preisübersicht

„Was kostet eine Website?" ist eine der Fragen, die wir bei TwoPixels in Schortens fast täglich hören, und ehrlich gesagt ist sie auch eine der schwierigsten, die man seriös in einem Satz beantworten kann. Die Preisspanne reicht von unter 100 Euro für einen Baukasten bis zu sechsstelligen Beträgen für komplexe Plattformen. In diesem Artikel zeigen wir, welche Faktoren den Preis wirklich bestimmen, was realistische Budgets für 2026 sind und worauf Sie achten sollten, bevor Sie ein Angebot unterschreiben.

Warum die Preise so stark auseinandergehen

Eine Website ist kein Produkt von der Stange, auch wenn viele Anbieter das gerne so verkaufen. Der Preis hängt von mehreren Faktoren ab, die sich gegenseitig beeinflussen: Umfang (eine Seite oder fünfzig), Funktionsumfang (statische Inhalte oder Buchungssystem, Mitgliederbereich, Warenkorb), technische Grundlage (Baukasten, WordPress, individuelle Entwicklung), Design (Vorlage oder komplett eigenes Konzept) sowie Content (liefern Sie Texte und Bilder selbst oder soll das mitproduziert werden). Zwei Websites, die auf den ersten Blick fast identisch aussehen, können deshalb einen Preisunterschied von mehreren Tausend Euro haben, einfach weil die eine aus einer Vorlage besteht und die andere von Grund auf für ein bestimmtes Geschäftsmodell konzipiert wurde.

Dazu kommt: Viele Angebote im unteren Preissegment enthalten keine echte SEO-Agentur-Betreuung, keine Rechtssicherheit und keine Wartung. Der Startpreis wirkt attraktiv, die Folgekosten kommen erst später ans Licht. Wer ein Angebot vergleicht, sollte deshalb nicht nur auf die Zahl am Ende schauen, sondern auf das, was tatsächlich enthalten ist.

Die drei Preisklassen im Überblick

Grob lassen sich Websites 2026 in drei Preisklassen einteilen. Diese Übersicht ersetzt kein individuelles Angebot, gibt aber eine realistische Orientierung, mit der Sie ein Erstgespräch führen können, ohne im Dunkeln zu tappen.

PreisklasseTypischer UmfangRealistisches Budget
Einsteiger / Baukasten3 bis 5 Seiten, Vorlage, Selbstpflegeab ca. 300 bis 900 Euro oder Miete ab 15 Euro/Monat
Professionelle Business-WebsiteIndividuelles Design, CMS, SEO-Grundlage, RechtstexteWebsite ab 1.990 Euro
Online-ShopProduktkatalog, Zahlungsanbindung, Versand, ggf. WarenwirtschaftShopify-Shop ab 1.490 Euro, Shopify Plus ab 3.990 Euro

Die mittlere Kategorie ist für die meisten Handwerksbetriebe, Dienstleister und kleinen Unternehmen aus der Region der sinnvollste Einstieg. Sie bekommen ein Webdesign, das zu Ihrem Geschäft passt, technisch sauber gebaut ist und tatsächlich gefunden wird, statt nur hübsch auszusehen.

Was eine professionelle Business-Website wirklich kostet

Ab 1.990 Euro bekommen Sie bei uns eine Website, die deutlich mehr kann als ein Baukasten-Produkt. Der Preis setzt sich grob aus folgenden Bausteinen zusammen: Konzeption und Struktur (Welche Seiten braucht Ihr Angebot wirklich, welche Kundenreise soll die Seite abbilden), individuelles Design statt Vorlage, technische Umsetzung inklusive sauberem HTML, Ladezeit-Optimierung und mobiler Darstellung, Grundausstattung an SEO (Meta-Daten, Struktur, technische Basis) sowie die rechtssichere Einbindung von Impressum, Datenschutz und Cookie-Hinweis.

Je nach Umfang wandert der Preis nach oben, wenn zusätzliche Seiten, mehrsprachige Inhalte, ein Blog-Bereich, individuelle Formulare oder eine Anbindung an ein CRM dazukommen. Auch die Content-Produktion ist ein wesentlicher Kostentreiber: Wer eigene Texte und Fotos liefert, spart deutlich, wer alles neu erstellen lässt, zahlt entsprechend mehr für Texterstellung und Fotografie. Für kleinere Betriebe mit klarem Angebot und wenigen Unterseiten bleibt man meist im Bereich zwischen 1.990 und 4.500 Euro, für umfangreichere Projekte mit vielen Landingpages, individuellen Funktionen oder mehreren Standorten kann das Budget auch fünfstellig werden.

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: die technische Performance. Google bewertet unter anderem Core Web Vitals als Rankingfaktor, also wie schnell und stabil eine Seite lädt. Eine Website, die zwar günstig gebaut wurde, aber technisch schlecht performt, kostet Sie langfristig mehr in Form entgangener Sichtbarkeit, als sie am Anfang eingespart hat.

Was ein Online-Shop kostet

Bei einem Online-Shop erstellen lassen Sie sich anders kalkulieren als bei einer reinen Informationsseite, weil zusätzliche Komponenten dazukommen: Produktkatalog mit Varianten, Zahlungsanbindung, Versandlogik, Steuerberechnung, rechtssichere Bestellabläufe und häufig eine Anbindung an eine Warenwirtschaft. Wir setzen bei Shop-Projekten überwiegend auf Shopify, weil die Plattform stabil, sicher und international bewährt ist. Ein Shopify-Shop startet bei uns ab 1.490 Euro und deckt einen soliden Grundshop mit individuellem Design, den wichtigsten Zahlarten und einer sauberen Produktstruktur ab.

Sobald ein Unternehmen größere Produktmengen, mehrere Vertriebskanäle, B2B-Preislisten oder eine automatisierte Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem wie JTL benötigt, wird meist Shopify Plus relevant, das bei uns ab 3.990 Euro beginnt. Für Kunden, die JTL bereits im Einsatz haben oder einführen möchten, bieten wir zusätzlich eine Anbindung über unseren JTL-Service, damit Bestände, Preise und Bestellungen nicht doppelt gepflegt werden müssen. Wer noch unsicher ist, ob Shopify oder eine andere Lösung passt, sollte sich vorab von einer Shopify-Agentur beraten lassen, weil die Wahl der Plattform spätere Kosten stark beeinflusst.

Ein häufiger Fehler bei der Kalkulation: Kunden vergleichen nur den Startpreis der Shop-Erstellung, vergessen aber die laufenden Kosten für Zahlungsanbieter-Gebühren, App-Abonnements und Content-Pflege. Ein Shop ohne Produkte und ohne Pflege verkauft nichts, unabhängig davon, wie gut er technisch gebaut wurde.

Versteckte Kosten, die oft vergessen werden

Bei fast jedem Erstgespräch tauchen dieselben Kostenpunkte auf, die im ursprünglichen Angebot eines Billiganbieters gar nicht vorkamen. Domain und Hosting laufen meist getrennt vom Erstellungspreis und kosten je nach Anbieter zwischen 5 und 30 Euro im Monat. SSL-Zertifikate sind heute meist im Hosting inklusive, sollten aber im Angebot ausdrücklich stehen. Texterstellung wird oft unterschätzt: professionelle, suchmaschinenfreundliche Texte für 5 bis 8 Seiten kosten schnell mehrere Hundert Euro, wenn sie nicht selbst geschrieben werden. Fotografie ist ein weiterer Punkt, Stockfotos wirken schnell austauschbar, eigene Bilder vom Team oder Standort kosten dafür ein Fotoshooting.

Ein oft unterschätzter Faktor ist außerdem die Sicherheit. Eine Website, die niemals aktualisiert wird, wird über kurz oder lang zum Einfallstor für Angreifer, besonders bei WordPress-Seiten mit vielen Plugins. Wer hier sparen will, sollte zumindest eine Basis-Härtung einplanen, wie wir sie im Rahmen unserer IT-Sicherheit-Leistungen anbieten. Auch ein Website-Audit vor dem Relaunch lohnt sich, weil es aufdeckt, welche technischen und inhaltlichen Baustellen bei der bestehenden Seite überhaupt bestehen, bevor Geld in eine neue Seite fließt, die dieselben Fehler wiederholt.

Baukasten, Freelancer oder Agentur: Was passt zu Ihrem Budget

Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace sind für sehr kleine Budgets eine ehrliche Option, wenn der Anspruch überschaubar bleibt: eine digitale Visitenkarte, kein komplexer Funktionsumfang, keine tiefgreifende SEO-Strategie. Der Nachteil zeigt sich meist erst später, wenn das Unternehmen wächst und die Seite an Grenzen stößt, die sich nur schwer oder gar nicht überwinden lassen, weil das System technisch limitiert ist.

Freelancer sind oft günstiger als Agenturen, weil weniger Overhead anfällt. Das funktioniert gut, solange ein einzelner Kompetenzbereich abgedeckt werden muss, etwa reines Design oder reine Programmierung. Schwierig wird es, wenn Design, Technik, Text, SEO und rechtliche Absicherung aus einer Hand kommen sollen, das kann ein Einzelner selten in gleichbleibender Qualität leisten.

Eine Agentur bietet dafür ein Team mit verschiedenen Spezialisierungen und übernimmt in der Regel auch die Verantwortung für das Gesamtergebnis, inklusive Erreichbarkeit nach dem Launch. Der höhere Preis spiegelt diese Bündelung wider. Für Unternehmen, die eine Website als langfristiges Marketinginstrument verstehen und nicht nur als Pflichtaufgabe, ist das meist die wirtschaftlichere Entscheidung, weil weniger Reibungsverluste zwischen verschiedenen Ansprechpartnern entstehen.

Laufende Kosten nach dem Launch

Der Erstellungspreis ist nur die halbe Wahrheit. Nach dem Launch fallen regelmäßig Kosten an, die bei der Budgetplanung mitgedacht werden sollten. Dazu gehören Hosting und Domain, technische Wartung wie Updates und Backups, inhaltliche Pflege der Texte und Bilder sowie, falls gewünscht, laufende SEO-Betreuung, um Rankings zu halten oder auszubauen. Bei Shops kommen zusätzlich Transaktionsgebühren der Zahlungsanbieter und gegebenenfalls App-Kosten dazu.

Als grobe Faustregel raten wir Kunden, für Hosting, Wartung und kleinere Anpassungen jährlich mit einem Betrag zu kalkulieren, der etwa 10 bis 20 Prozent der ursprünglichen Erstellungskosten entspricht. Wer diesen Posten von Anfang an einplant, vermeidet böse Überraschungen und stellt sicher, dass die Website auch in zwei oder drei Jahren noch aktuell, sicher und funktionsfähig ist.

Woran man seriöse Angebote erkennt

Ein seriöses Angebot listet konkret auf, was enthalten ist: Anzahl der Seiten, Design-Prozess mit oder ohne Feedbackschleifen, technische Basis, ob und wie viele Texte inklusive sind, wer sich um Rechtstexte kümmert und welche Leistungen nach dem Launch anfallen. Vorsicht ist geboten bei Pauschalpreisen ohne jede Aufschlüsselung, bei Verträgen mit langen Mindestlaufzeiten für „kostenlose" Websites sowie bei Anbietern, die keine Referenzen zeigen können oder wollen.

Fragen Sie außerdem gezielt nach der technischen Zukunftsfähigkeit: Läuft die Seite auf einem offenen System, das sich später erweitern lässt, oder ist man an einen einzelnen Anbieter gebunden, der bei Preiserhöhungen keine Ausweichmöglichkeit lässt. Auch die Frage nach Mobilfreundlichkeit, Ladezeit und einer realistischen Einschätzung zur Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchergebnissen gehört mittlerweile dazu. Wer sich hier absichern möchte, findet über unsere GEO/KI-Suche-Beratung eine Einschätzung, wie gut eine Website auch in Antworten von ChatGPT, Perplexity oder der Google-KI-Übersicht abschneidet, nicht nur in der klassischen Trefferliste.

So kalkulieren Sie Ihr eigenes Budget

Statt sich an einer einzelnen Zahl zu orientieren, empfehlen wir eine kurze Selbsteinschätzung: Wie viele Unterseiten braucht Ihr Angebot realistisch, sollen Kunden online buchen oder kaufen können, wie viel Zeit können Sie selbst in Texte und Fotos investieren, und wie wichtig ist Ihnen Sichtbarkeit über Google hinaus. Aus diesen Antworten ergibt sich meist schon eine grobe Richtung, in welcher Preisklasse Sie landen werden.

Wenn Sie unsicher sind, wie sich Ihr konkretes Vorhaben preislich einordnet, hilft unser Preiskalkulator weiter, mit dem Sie in wenigen Minuten eine erste realistische Einschätzung für Ihr Projekt erhalten, bevor Sie in ein persönliches Gespräch gehen. So starten Sie mit einer belastbaren Zahl im Kopf, statt sich von Lockangeboten überraschen zu lassen, die am Ende doch teurer werden als gedacht.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Firmenwebsite 2026?
Eine professionelle Business-Website mit individuellem Design und solider technischer Basis startet bei uns ab 1.990 Euro. Der genaue Preis hängt von der Seitenanzahl, dem Funktionsumfang und davon ab, ob Texte und Bilder mitgeliefert werden müssen.

Lohnt sich ein Baukasten wie Wix oder Jimdo?
Für sehr einfache Anforderungen mit kleinem Budget kann ein Baukasten ein vertretbarer Einstieg sein. Bei wachsenden Anforderungen, individuellem Design oder ernsthafter SEO-Strategie stoßen diese Systeme jedoch schnell an technische Grenzen.

Was kostet ein Online-Shop mit Shopify?
Ein Shopify-Shop startet bei uns ab 1.490 Euro, für größere Anforderungen mit mehreren Vertriebskanälen oder B2B-Funktionen empfiehlt sich Shopify Plus ab 3.990 Euro. Zusätzlich fallen laufende Kosten für Hosting, Transaktionsgebühren und gegebenenfalls Apps an.

Warum sind manche Angebote deutlich günstiger?
Günstige Angebote sparen meist an individuellem Design, an technischer Sorgfalt, an SEO-Grundlagen oder an Rechtssicherheit. Häufig fehlen auch Wartung und Support nach dem Launch, was später zu zusätzlichen Kosten führt.

Welche laufenden Kosten kommen nach dem Launch dazu?
Regelmäßig fallen Kosten für Hosting, Domain, technische Wartung, Updates und Backups an. Wer die Sichtbarkeit halten oder ausbauen möchte, sollte zusätzlich ein Budget für laufende SEO-Betreuung einplanen.

Wie lange dauert die Erstellung einer neuen Website?
Eine professionelle Business-Website ist je nach Umfang und Feedbackgeschwindigkeit meist in 4 bis 8 Wochen umsetzbar. Umfangreiche Shop-Projekte mit Warenwirtschaftsanbindung können deutlich länger dauern.

Wie finde ich heraus, welches Budget für mein Projekt realistisch ist?
Am schnellsten geht das über eine kurze Selbsteinschätzung von Seitenumfang, gewünschten Funktionen und Content-Aufwand oder über unseren Preiskalkulator, der in wenigen Minuten eine erste Einordnung liefert. Für eine verbindliche Zahl empfiehlt sich anschließend ein persönliches Erstgespräch.

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