Website-Kosten-Rechner: in 2 Minuten zum Richtwert

17.09.2026 Christopher Schütz Webdesign 9 Min Lesezeit
Website-Kosten-Rechner: in 2 Minuten zum Richtwert

„Was kostet eine Website?" ist die Frage, die uns bei TwoPixels aus Schortens am häufigsten erreicht, noch vor Fragen zu Technik oder Design. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Damit du trotzdem nicht mit leeren Händen dastehst, haben wir einen Website-Kosten-Rechner gebaut, der in etwa zwei Minuten einen realistischen Richtwert liefert. In diesem Ratgeber erklären wir, wie so ein Rechner überhaupt funktioniert, welche Faktoren den Preis am stärksten beeinflussen und wo die Grenzen einer automatischen Schätzung liegen.

Was ein Website-Kosten-Rechner wirklich leisten kann

Ein Kostenrechner ist kein verbindliches Angebot, sondern ein Orientierungswerkzeug. Er fragt die wichtigsten Eckdaten deines Projekts ab, etwa Seitenanzahl, gewünschte Funktionen und ob ein Shop dazugehört, und errechnet daraus eine Preisspanne. Diese Spanne basiert auf realen Projekten, die wir in den letzten Jahren umgesetzt haben, nicht auf frei erfundenen Zahlen. Der Vorteil gegenüber einem klassischen Angebotsgespräch: Du bekommst sofort ein Gefühl dafür, in welcher Größenordnung sich dein Vorhaben bewegt, bevor du überhaupt eine E-Mail schreibst.

Die Grenze ist ebenso wichtig wie der Nutzen. Ein Rechner kann keine Briefing-Runde ersetzen, in der wir dein Geschäftsmodell, deine Zielgruppe und deine konkreten Anforderungen verstehen. Zwei Unternehmen mit „zehn Seiten und einem Kontaktformular" können am Ende völlig unterschiedliche Budgets brauchen, wenn das eine Unternehmen aufwendige individuelle Illustrationen möchte und das andere mit einem bestehenden Corporate Design arbeitet. Der Rechner liefert den Rahmen, das persönliche Gespräch liefert die Feinjustierung.

Diese Faktoren bestimmen den Preis wirklich

Bevor wir zu konkreten Zahlen kommen, lohnt sich ein Blick auf die Stellschrauben, die in jeder Kalkulation auftauchen. Wer diese Faktoren kennt, versteht auch, warum zwei scheinbar ähnliche Projekte am Ende unterschiedlich viel kosten können.

Umfang und Seitenanzahl

Eine schlanke Website mit Startseite, Über-uns-Seite, Leistungen und Kontakt ist naturgemäß günstiger als ein Portal mit zwanzig Unterseiten, mehreren Sprachen und einem Mitgliederbereich. Die Seitenanzahl ist dabei nur ein Indikator, entscheidender ist die Komplexität jeder einzelnen Seite. Eine Landingpage mit klarer Struktur ist schnell erstellt, eine Seite mit dynamischen Inhalten, Filtern oder interaktiven Elementen braucht deutlich mehr Entwicklungszeit.

Design und Individualisierung

Ein Template, das lediglich mit deinen Farben und Texten befüllt wird, ist günstiger als ein komplett individuelles Webdesign, das exakt auf deine Marke zugeschnitten ist. Für viele kleinere Unternehmen reicht ein hochwertiges, angepasstes Baukastensystem völlig aus. Wer sich dagegen stark von der Konkurrenz abheben möchte oder eine sehr spezifische Bildsprache transportieren will, landet fast automatisch beim individuellen Design, und damit bei einem höheren Budget.

Technik und Funktionen

Ein Kontaktformular kostet fast nichts, eine Terminbuchung mit Kalenderanbindung, ein Kundenlogin oder eine Schnittstelle zu deiner Warenwirtschaft dagegen schon. Auch Themen wie Mehrsprachigkeit, Barrierefreiheit oder eine Anbindung an ein CRM-System schlagen sich im Preis nieder. Wichtig zu wissen: Technische Sonderwünsche lassen sich fast immer umsetzen, die Frage ist nur, wie viel Entwicklungsaufwand dahintersteckt.

Inhalte und Texte

Viele unterschätzen diesen Punkt. Wer eigene Texte, Bilder und Videos liefert, spart Zeit und damit Geld. Wer dagegen möchte, dass wir Texte redaktionell erstellen, professionelle Fotos organisieren oder ein Video produzieren, bucht damit zusätzliche Leistung ein, die separat kalkuliert wird. Ein realistischer Zeitplan für die Content-Lieferung wirkt sich zudem direkt auf den Projektverlauf aus, verspätete Inhalte sind einer der häufigsten Gründe für Verzögerungen.

Zeitrahmen

Ein enger Zeitrahmen mit hoher Priorität, etwa weil eine Messe oder ein Produktlaunch bevorsteht, kann ebenfalls Einfluss auf den Preis haben, weil Ressourcen kurzfristig umgeplant werden müssen. Wer dagegen Vorlaufzeit einplant, hat mehr Spielraum bei der Budgetgestaltung.

Preisrichtwerte im Überblick

Damit du eine konkrete Orientierung hast, zeigen wir die Einstiegspreise, mit denen wir bei TwoPixels typischerweise kalkulieren. Diese Werte sind Startpunkte für ein Standardprojekt mit überschaubarem Umfang, nicht der Durchschnittspreis für jedes Projekt.

LeistungRichtwertWichtigster Preistreiber
Unternehmenswebsiteab 1.990 EuroSeitenanzahl, Design-Individualisierung, Funktionen
Online-Shop mit Shopifyab 1.490 EuroProduktanzahl, Zahlungsarten, Schnittstellen
Shopify Plus für große Shopsab 3.990 EuroIndividualentwicklung, ERP-Anbindung, Skalierung
Laufende Kosten nach Launchmonatlich variabelHosting, Wartungsvertrag, Support-Umfang

Diese Zahlen zeigen den Einstieg, nicht die Obergrenze. Projekte mit hohem individuellem Aufwand, umfangreicher Content-Erstellung oder komplexer Technik liegen erfahrungsgemäß deutlich darüber. Genau deshalb ist ein Kostenrechner sinnvoll: Er hilft dir, dein eigenes Projekt realistisch einzuordnen, bevor konkrete Zahlen im Raum stehen.

Online-Shop-Kosten separat betrachten

Ein Online-Shop erstellen zu lassen ist preislich ein eigenes Thema, weil hier zusätzliche Faktoren dazukommen, die eine reine Unternehmenswebsite nicht kennt: Zahlungsanbieter, Versandlogistik, Steuerlogik für verschiedene Länder und häufig eine Anbindung an eine Warenwirtschaft wie JTL. Wir setzen für die meisten Shop-Projekte auf Shopify, weil die Plattform stabil, sicher und international bewährt ist. Als Shopify-Agentur sehen wir dabei immer wieder, dass die Produktanzahl allein wenig über den tatsächlichen Aufwand aussagt. Ein Shop mit fünfzig sehr ähnlichen Produkten ist oft schneller aufgesetzt als ein Shop mit fünfzehn Produkten, die jeweils individuelle Varianten, Staffelpreise oder B2B-Konditionen brauchen.

Für kleinere und mittlere Shops reicht das Standard-Shopify-Setup meist völlig aus. Erst bei sehr hohem Traffic, komplexen Sonderpreisen für Geschäftskunden oder tiefen ERP-Anbindungen wird Shopify Plus relevant, und damit steigt auch das Budget spürbar an. Der Kostenrechner unterscheidet deshalb bewusst zwischen diesen beiden Wegen, damit du nicht versehentlich mit den Zahlen eines Enterprise-Projekts rechnest, obwohl ein Standard-Shop völlig ausreichen würde.

So nutzt du den Rechner in der Praxis

Am besten funktioniert unser Preiskalkulator, wenn du dir vorab ein paar Minuten Zeit nimmst und drei Dinge grob skizzierst: Wie viele Unterseiten oder Produktkategorien brauchst du realistisch, welche Funktionen sind für dich Pflicht statt nur „nice to have", und wie viel Zeit hast du selbst für die Content-Lieferung eingeplant. Mit diesen drei Antworten im Kopf beantwortest du die Fragen im Rechner deutlich präziser, und die ausgegebene Preisspanne wird entsprechend treffsicherer.

Ein häufiger Fehler ist, den Rechner mit dem Wunschprojekt statt mit dem tatsächlich geplanten Projekt zu füttern. Wenn du unsicher bist, ob eine Funktion wirklich notwendig ist, rechne sie zunächst nicht ein und sprich sie stattdessen im persönlichen Gespräch an. So bekommst du zuerst einen realistischen Basispreis und kannst danach gezielt entscheiden, welche Erweiterungen sich lohnen.

Typische Fehler bei der Kosteneinschätzung

In Gesprächen mit Kunden begegnen uns immer wieder dieselben Denkfehler, wenn es um Website-Budgets geht. Der erste ist die Annahme, eine Website sei ein einmaliger Kauf wie ein Möbelstück. Tatsächlich ist eine Website eher vergleichbar mit einem Fahrzeug: Die Anschaffung ist der größere Posten, aber Wartung, Updates und gelegentliche Reparaturen laufen danach weiter.

Der zweite Fehler ist, ausschließlich den günstigsten Anbieter zu vergleichen, ohne auf den tatsächlichen Leistungsumfang zu achten. Ein Angebot ohne Hosting, ohne technischen Support und ohne Sicherheitsupdates wirkt auf den ersten Blick günstiger, verursacht später aber oft höhere Folgekosten, etwa wenn eine veraltete Software zum Sicherheitsrisiko wird. Wer hier sparen möchte, sollte zumindest die Grundlagen der IT-Sicherheit im Blick behalten und prüfen, ob regelmäßige Updates überhaupt Teil des Angebots sind.

Der dritte Fehler ist, Suchmaschinenoptimierung als optionales Extra zu betrachten, das man später „mal dazubuchen" kann. Eine Website, die technisch nicht für Suchmaschinen vorbereitet ist, verliert von Anfang an Sichtbarkeit, die sich später nur mit deutlich mehr Aufwand nachholen lässt. Grundlegende SEO-Maßnahmen gehören deshalb aus unserer Sicht in jedes seriöse Website-Angebot, nicht in eine separate Rechnung, die erst Monate später gestellt wird.

Laufende Kosten nach dem Launch

Der Kostenrechner zeigt vor allem die Einmalkosten für die Erstellung, doch für eine realistische Budgetplanung gehören die laufenden Kosten dazu. Dazu zählen Hosting und Domain, die je nach Traffic und Sicherheitsanforderungen unterschiedlich ausfallen, sowie ein Wartungsvertrag, der Updates, Backups und kleinere Anpassungen abdeckt. Wer regelmäßig neue Inhalte veröffentlicht oder Kampagnen fährt, sollte zudem ein Budget für Texte, Bilder oder Anzeigen einplanen.

Sinnvoll ist außerdem ein wiederkehrender Blick auf den technischen Zustand der Seite. Ein Website-Audit prüft in regelmäßigen Abständen Ladezeiten, Sicherheitslücken und SEO-Grundlagen und deckt Probleme auf, bevor sie sich auf Sichtbarkeit oder Umsatz auswirken. Gerade bei Themen wie Ladezeit lohnt sich ein technischer Blick, denn Suchmaschinen bewerten die tatsächliche Nutzererfahrung inzwischen sehr genau, unter anderem über Kennzahlen wie die Core Web Vitals.

Wann ein persönliches Gespräch mehr bringt als der Rechner

Ein Kostenrechner ist der richtige Einstieg, wenn du gerade erst überlegst, ob und in welchem Rahmen sich ein Website-Projekt lohnt. Sobald es konkret wird, ersetzt kein automatischer Rechner ein Gespräch, in dem wir dein Geschäft wirklich verstehen. Wir fragen dann nach deiner Zielgruppe, deinen bisherigen Erfahrungen mit Websites, deinen Wettbewerbern und deinen Zielen für die nächsten zwei bis drei Jahre. Erst aus diesen Antworten entsteht ein Angebot, das nicht nur einen Preis nennt, sondern auch erklärt, warum genau dieser Umfang für dein Vorhaben sinnvoll ist.

Unsere Erfahrung aus vielen Projekten in Friesland und darüber hinaus zeigt: Wer vorab realistisch kalkuliert, trifft am Ende die bessere Entscheidung, weil das Budget von Anfang an zum tatsächlichen Bedarf passt statt zu einer vagen Vorstellung. Der Website-Kosten-Rechner ist dafür der schnellste erste Schritt, das persönliche Gespräch der wichtigste zweite.

Häufige Fragen

Wie genau ist der Website-Kosten-Rechner wirklich?
Der Rechner liefert eine realistische Preisspanne auf Basis vergangener Projekte, kein verbindliches Angebot. Je genauer du Umfang und Funktionen angibst, desto näher liegt die Spanne am späteren tatsächlichen Preis. Für ein verbindliches Angebot braucht es immer ein kurzes persönliches Gespräch.

Was kostet eine einfache Website ungefähr?
Eine schlanke Unternehmenswebsite mit wenigen Seiten und Standardfunktionen startet bei uns ab 1.990 Euro. Der finale Preis hängt vom Umfang der Inhalte, dem gewünschten Individualisierungsgrad und eventuellen Sonderfunktionen ab.

Was kostet ein Online-Shop mit Shopify?
Ein Shopify-Shop beginnt bei uns ab 1.490 Euro und deckt in der Regel den vollständigen Aufbau inklusive Produktstruktur und Zahlungsarten ab. Für große Shops mit hohem Traffic oder komplexer B2B-Logik kommt Shopify Plus ab 3.990 Euro infrage.

Welche laufenden Kosten kommen nach dem Launch dazu?
Neben Hosting und Domain fallen üblicherweise Kosten für einen Wartungsvertrag mit Updates und Backups an. Je nach Bedarf kommen Budgets für neue Inhalte, Kampagnen oder ein regelmäßiges technisches Audit hinzu.

Warum unterscheiden sich Angebote verschiedener Agenturen so stark?
Der Preis hängt stark davon ab, was im Leistungsumfang enthalten ist, etwa Hosting, Support, SEO-Grundlagen oder Sicherheitsupdates. Ein niedriger Startpreis ohne diese Leistungen führt später oft zu höheren Folgekosten, deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das Kleingedruckte.

Sollte ich SEO von Anfang an mit einplanen?
Ja, grundlegende Suchmaschinenoptimierung gehört technisch von Beginn an in jedes Projekt, weil sich Versäumnisse später nur mit mehr Aufwand nachholen lassen. Umfangreichere SEO-Maßnahmen wie Content-Strategien lassen sich dagegen gut schrittweise nach dem Launch ergänzen.

Wie lange dauert es, bis ich nach dem Kostenrechner ein festes Angebot bekomme?
Nach dem Ausfüllen des Rechners melden wir uns in der Regel innerhalb weniger Werktage für ein kurzes Gespräch. Darin klären wir die offenen Details und erstellen daraufhin ein konkretes, verbindliches Angebot.

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